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Nachhaltigkeitsprogramm | KELAG Mit der Kraft der Natur

Die Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft betrachtet
Nachhaltigkeit als wichtig für den Unternehmenserfolg.
Durch Unterstützung von Accenture kann sie 
jetzt ermitteln,
wie hoch der Wertbeitrag ökologisch oder sozial relevanter
Projekte 
ist – und informiert die Öffentlichkeit mit harten
Zahlen über ihre Aktivitäten.

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Die Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft betrachtet Nachhaltigkeit als wichtig für den Unternehmenserfolg. Durch Unterstützung von Accenture kann sie 
jetzt ermitteln, wie hoch der Wertbeitrag ökologisch oder sozial relevanter Projekte 
ist – und informiert die Öffentlichkeit mit harten Zahlen über ihre Aktivitäten.

So konsequent stehen wenige Versorger zum Klimaschutz. „Die KELAG verfolgt die Strategie, mittels massiver Investitionen ihre Eigenerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern weiter zu steigern“, betont Armin Wiersma, Vorstand für Finanzen und Unternehmensentwicklung der Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft. „Schon heute können wir Haushalte, Gewerbe und Landwirtschaft vollständig mit Strom aus heimischer Wasserkraft versorgen.“ Einen großen Beitrag zur Energiewende leisten die Pumpspeicherkraftwerke des Konzerns, quasi als „grüne Batterien“: Mit Strom aus Wind- und Solarparks pumpen sie Wasser in höher gelegene Seen. Bei Nachfragespitzen läuft es durch Turbinen

zurück und produziert Strom. Forciert werden zudem Investitionen in Solarparks und Verbesserungen der eigenen Energieeffizienz sowie die Energiesparberatung für Kunden.

Eines aber fehlte: eine Nachhaltigkeitsstrategie, die dieses Engagement inhaltlich zusammenfasst und, mit Zahlen unterlegt, erklärbar macht. Maßstab sollten die Kriterien der Global Reporting Initiative (GRI) für Nachhaltigkeitsberichterstattung und ein umfassender Nachhaltigkeitsbegriff sein – um zu zeigen, wie der Konzern sich im Bereich Ökologie und bei Themen wie Personal oder Innovationen für Belange der Gesellschaft einsetzt und zugleich seine wirtschaftliche Zukunft sichert.

Zahlen belegen das Engagement

Die KELAG engagierte Experten der Accenture Sustainability Services, die Erfahrung mit dem Erarbeiten unternehmensindividueller Lösungen

haben. „Alles lief sehr gut“, sagt Alexander Holst, Managing Director von Accenture Sustainability Services für Deutschland, Österreich und die Schweiz. „Es gab einen Sponsor im Vorstand, und im Projektteam brachten sich interessierte Mitarbeiter 
aus fast jedem Unternehmensbereich ein.“

Sie analysierten alle paar Wochen mit drei Accenture-Spezialisten, was die KELAG in Sachen Nachhaltigkeit bereits tut, welche anderen Aktivitäten sinnvoll wären und wie sich das in einer unternehmensspezifischen Nachhaltigkeitsdefinition bündeln lässt. Es galt, Ziele und Wege aus der Definition abzuleiten und so zu formulieren, dass jeder weiß, was zu tun ist. „Und es soll an Kennzahlen gemessen werden, ob die Ziele erreicht werden und was das für den Unternehmenserfolg bedeutet“, erklärt Accenture-Projektleiter Daniel Schmitz-Remberg, der mit seinem Team explizite Business Cases für viele Themen durchrechnete.

2021 soll die KELAG einer der grünsten Energiedienstleister in Österreich sein. Um Kurs halten zu können, entstand mit Unterstützung von Accenture ein Cockpit, mit dem sich Erfolge kontrollieren und Maßnahmen koordinieren lassen. Es informiert über die Entwicklung von 23 Kennzahlen aus vier Bereichen, in denen Nachhaltigkeit als wichtiger Aspekt der Konzernstrategie identifiziert wurde: Unternehmen und Mitarbeiter, Produkte und Innovationen, Umweltschutz und Klimaschutz, Region und Gesellschaft. Berechnen lässt sich so, wie die KELAG bei der Stromproduktion durch ihre Konzentration auf emissionsfreie Energiequellen zur Vermeidung von CO2-Ausstoß beiträgt.

Jährlich wird eine Million Tonnen weniger freigesetzt als beim Erzeugen der entsprechenden Strommenge durch fossile Brennstoffe. Auch das Umstellen der Fernwärmenetze auf industrielle Abwärme trägt zur Verringerung der CO2-Emissionen bei – allein in der Stadt Judenburg um rund 3000 Tonnen im Jahr.

CO2-Emissionen werden vermieden

Auch in der Verwaltung wird reagiert. Das Nachhaltigkeitsteam forcierte das Thema Green IT. Alte PCs wurden durch strom- und platzsparende sowie emissions- und lärmreduzierte Thin Clients ersetzt, das neue Rechenzentrum nach modernsten technologischen und ökologischen Aspekten geplant. Sinken wird der Energieverbrauch auch nach der Sanierung des Firmensitzes auf den Standard eines Niedrigenergiehauses. Das reduziert die Betriebskosten um rund 80 Prozent und macht die Zentrale damit zum Beweis der gelebten Nachhaltigkeitsstrategie sowie zu einem Anschauungsobjekt für das,

Der Nachhaltigkeitsbericht schärft die Unternehmens­strategie und steigert die Glaubwürdigkeit

was auch die KELAG-Energieberater ihren Kunden erklären – Energiesparen rechnet sich.

Glaubwürdigkeit nimmt deutlich zu


Nachhaltigkeit ist mehr als Klimaschutz. Als
wichtig erkannte das Projektteam das Thema
Personal. Ermittelt wurde der Wertbeitrag von
mehr Wissensmanagement und breiten Qualifizierungsprogrammen. Der Fachkräftemangel erschwert die Leistungserbringung, wenn ausscheidende Experten nicht adäquat zu ersetzen sind. Diesem Risiko begegnet die KELAG mit ausgeklügelten Weiterbildungsmaßnahmen, einer Basis für ökonomischen Erfolg.

Ein anderes Thema: nachhaltige Beschaffung. „Wer
für viel Geld einkauft, kann Zulieferer dazu bewegen, umweltschädliche Materialien zu vermeiden“, so Accenture-Experte Alexander Holst. „Zumal, wenn 
er bevorzugt in der Region ordert und so Verbundenheit

mit dem Standort zeigt.“ Leistungen im Volumen
von 60 Millionen Euro bezog die KELAG 2012 bei nahezu 1000 Kärntner Lieferanten und generierte so einschließlich indirekter Effekte eine Wertschöpfung von 330 Millionen Euro im Jahr. Dokumentieren
ist ein weiterer wichtiger Aspekt der Nachhaltigkeitsstrategie. Ein Nachhaltigkeitsbericht nach den international anerkannten GRI-Qualitätskriterien informiert umfassend über Kennzahlen und Projekte. Das ergänzt Aktionen wie „Generation Klimaschutz“, mit denen die KELAG zentrale Aspekte der Auswirkungen des fortschreitenden Klimawandels thematisiert und auch ihre Kunden zum Handeln auffordert: „Verändern wir die Zukunft. Jetzt.“ Vorstand Armin Wiersma ist überzeugt: „Der Nachhaltigkeitsbericht steigert unsere Glaubwürdigkeit und schärft auch unsere Unternehmensstrategie.“

Steckbrief KELAG


Unternehmenssitz: Klagenfurt/Österreich

Unternehmensleitung: 
Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Hermann Egger, Sprecher des Vorstands, 
Dipl.-Ing. Manfred Freitag, 
Dipl.-Kfm. Armin Wiersma

Vollzeitbeschäftigte: umgerechnet 1400 (2012)

Umsatz: 2 Milliarden Euro (2012) 

Branche: Energieversorgung

Webseite: www.kelag.at

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